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Göttingen: Zweiter Islamist abgeschoben

Im Februar wurden die zwei islamistischen Gefährder in Göttingen festgenommen (Archivbild).
Im Februar wurden die zwei islamistischen Gefährder in Göttingen festgenommen (Archivbild).
Foto: dpa

Göttingen. Ein als Gefährder eingestufter algerischer Staatsangehöriger aus Göttingen ist gestern Abend, 12. Juli, in sein Heimatland abgeschoben worden. Das Land Niedersachsen hat damit ein zweites Mal erfolgreich eine Abschiebungsanordnung durchgesetzt.

Der 27-jährige Algerier war zusammen mit einem 22-jährigen Nigerianer am 9. Februar 2017 bei einem Polizeieinsatz in Zusammenhang mit einem möglicherweise bevorstehenden terroristischen Anschlag in Gewahrsam genommen worden.

Beide Männer waren während der Ermittlungen zwischenzeitig auch in Braunschweig in Gewahrsam.

Das niedersächsische Innenministerium hatte daraufhin ein Abschiebungsverfahren gegen die beiden Männer angeordnet. Die beiden Gefährder hatten daraufhin vor dem Bundesverwaltungsgericht Klage erhoben und erfolglos um vorläufigen Rechtsschutz ersucht.

Pistorius für hartes Vorgehen

Der 22-jährige Nigerianer wurde daraufhin bereits am 6. April in sein Heimatland abgeschoben.

"Mit diesem Schritt sind wir erneut entschlossen gegen einen terroristischen Gefährder vorgegangen", so der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius. "Wir werden in Niedersachsen auch zukünftig alle uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausschöpfen, um die Menschen vor islamistischem Terrorismus zu schützen. Feinde der Demokratie und unserer Freiheit werden in Niedersachsen auch in Zukunft damit rechnen müssen, dass wir mit aller Härte und Entschlossenheit gegen sie vorgehen."

Für beide Gefährder gilt ein lebenslanges Wiedereinreiseverbot nach Deutschland.