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Thüringen stellt sich gegen Neonazi-Konzert

In Themar (Thüringen) hängen Plakate gegen das bundesweit größte Neonazi-Konzert 2017. Am Samstag sind neun Gegenveranstaltungen angemeldet.
In Themar (Thüringen) hängen Plakate gegen das bundesweit größte Neonazi-Konzert 2017. Am Samstag sind neun Gegenveranstaltungen angemeldet.
Foto: dpa

Themar. In Thüringen rüstet sich die Polizei für das bundesweit wohl größte Neonazi-Konzert des Jahres. Dazu werden am Samstag (15 Uhr) mehr als 5.000 Rechte und rund 2.000 Gegendemonstranten im Süden des Bundeslandes erwartet. Knapp 1.000 Polizisten werden die Versammlungen in Themar (Landkreis Hildburghausen) sichern. Bürgerinitiativen und Privatpersonen haben vom frühen Morgen an neun Gegenveranstaltungen angemeldet.

Der rechtliche Weg für das Neonazi-Festival war erst am Freitag frei geworden. Das Amtsgericht Hildburghausen lehnte zwei einstweilige Verfügungen gegen das Konzert ab. Zwei Tage zuvor hatte auch das Oberverwaltungsgericht (OVG) Weimar zugunsten der Rechten entschieden. Demnach gilt das Konzert weiter als Versammlung und steht damit unter dem besonderen Schutz des Grundgesetzes.