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Protest gegen Neonazi-Konzert bisher mau

Der Protest hielt sich bis zum Nachmittag in Grenzen.
Der Protest hielt sich bis zum Nachmittag in Grenzen.
Foto: dpa

Themar. Zum wohl bundesweit größten Neonazi-Konzert des Jahres im südthüringischen Themar sind vor Festivalbeginn bereits rund 3.500 Rechte angereist. Die Polizei sprach am Samstagnachmittag, 15. Juli, von einem anhaltenden starken Zulauf. Damit waren rund zwei Stunden vor dem rechten Rockkonzert bereits mehr Teilnehmer als vor einem Jahr angereist.

Die Besucher, teils mit T-Shirt-Aufschriften wie "Sturm auf Themar" oder "Frei wie ein Vogel", wurden vor Eintritt in das mit hohen Gittern eingezäunte Festivalgelände von der Polizei durchsucht. Auf der Wiese war ein riesiges Zelt aufgebaut, das laut Polizei die erwarteten 5.000 Menschen fassen kann.

Tausend Polizisten

Dagegen war in der 3.000-Einwohner-Stadt von den neun angekündigten Protestveranstaltungen gegen Rechts mit bis zu 2.000 Demonstranten kaum etwas zu sehen. Laut Polizei demonstrierten vor dem Konzertgelände etwa 75 Menschen sowie in der mit Plakaten geschmückten Stadt und an diversen Ständen noch einmal wenige Dutzend.

Knapp 1.000 Polizisten aus Thüringen und mehreren Bundesländern sind im Einsatz - auch um die beiden Blöcke voneinander zu trennen. Polizei und Thüringer Innenministerium gingen davon aus, dass die Polizistenzahl laut Sicherheitskonzept und Einschätzung des möglichen Gewaltpotentials ausreicht. "Wir gehen nicht vom dem großen Gewaltpotential aus - auch, weil die Wiese für das Konzert eingezäunt ist", sagte ein Ministeriumssprecher.