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20 Millionen Euro: Neue Jobs für Langzeitarbeitslose

Sozialministerin Cornelia Rundt und Wirtschaftsminister Olaf Lies (beide SPD) bei der Vorstellung des Projekts.
Sozialministerin Cornelia Rundt und Wirtschaftsminister Olaf Lies (beide SPD) bei der Vorstellung des Projekts.

Hannover. Niedersachsen will über ein 20 Millionen Euro teures Modellprojekt öffentlich geförderte Jobs für Langzeitarbeitslose schaffen. In den kommenden zwei Jahren sollen zunächst 1.000 Menschen davon profitieren, kündigten die SPD-Minister Olaf Lies (Wirtschaft) und Cornelia Rundt (Soziales) am Montag in Hannover an.

Lies warb auch dafür, mittelfristig den Bund bei solchen Programmen ins Boot zu holen: "Wir müssen beim Bund dafür werben, dass wir Arbeit, nicht Arbeitslosigkeit finanzieren", sagte er. Das Programm sieht zudem die intensive Unterstützung der Kandidaten bei ihrer Integration vor.

Kritik von der CDU

Die oppositionelle CDU kritisierte das Programm als "völlig unzureichend". Zigtausende Langzeitarbeitslose in Niedersachsen blieben damit auf der Strecke, sagte der sozialpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Max Matthiesen, und betonte: "Mit dem von SPD und Grünen beschlossenen Programm sollen gerade einmal ein Prozent der Betroffenen besseren Zugang zum Arbeitsmarkt erhalten."

Lies betonte jedoch, dass das Projekt lediglich Modellcharakter habe. "Wir werden es verstetigen und auf Dauer anlegen müssen", sagte er. Sollte es erfolgreich sein, soll es ausgeweitet werden.

Nach Angaben der Arbeitsagentur gelten in Niedersachsen über 89.000 Menschen als langzeitarbeitslos. 2014 waren es noch mehr als 100 000 Menschen.