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Horror im Hitze-Lkw: Schleuser festgenommen

Dem Fahrer wird unmenschliche und lebensgefährliche Behandlung von 14 Flüchtlingen vorgeworfen. (Symbolbild)
Dem Fahrer wird unmenschliche und lebensgefährliche Behandlung von 14 Flüchtlingen vorgeworfen. (Symbolbild)
Foto: dpa
  • Schleuser festgenommen.
  • Flüchtlinge bei Hitze in Lkw eingepfercht.

Dresden. Die Polizei hat in Dresden einen Lkw-Fahrer unter dem Verdacht des Einschleusens von Ausländern festgenommen. Das Amtsgericht Pirna erließ Haftbefehl gegen den 49-Jährigen, wie Staatsanwaltschaft und Bundespolizei am Mittwoch, 2. August, mitteilten.

Stundenlange Tortour

Ihm wird unmenschliche und lebensgefährliche Behandlung von 14 Flüchtlingen vorgeworfen. Diese sollen seit der Abfahrt in Rumänien stundenlang in der Sommerhitze hinter Alufelgen im Laderaum des 40-Tonners eingepfercht gewesen sein - ohne Versorgung, Halt und Pause.

Fünf Gesuchte

Der am Straßenrand stehende Lastwagen war den Beamten in der Nacht zum Dienstag aufgefallen. Als sie sich näherten, rannten die Flüchtlinge weg. Sieben Frauen und Männer sowie zwei 14-Jährige aus dem Irak und Syrien kamen später zurück. Sie beantragten Asyl und wurden in eine Erstaufnahmeeinrichtung gebracht. Nach fünf fehlenden Ausländern, die in ein Feld geflüchtet waren, wird noch gesucht.

Vor zwei Jahren waren in Österreich 71 Flüchtlinge in einem Lastwagen qualvoll ums Leben gekommen.