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Twesten verlässt Rot-Grün: Kippt die Regierung?

Die ehemalige Grünen Politikerin Elke Twesten spricht 4. August im Landtag in Hannover während einer Pressekonferenz. Im niedersächsischen Landtag könnte die Opposition aus CDU und FDP bald die Mehrheit haben. Der CDU-Fraktionschef will seinen Abgeordneten empfehlen, die bei den Grünen ausgetretene Elke Twesten in die CDU aufzunehmen.
Die ehemalige Grünen Politikerin Elke Twesten spricht 4. August im Landtag in Hannover während einer Pressekonferenz. Im niedersächsischen Landtag könnte die Opposition aus CDU und FDP bald die Mehrheit haben. Der CDU-Fraktionschef will seinen Abgeordneten empfehlen, die bei den Grünen ausgetretene Elke Twesten in die CDU aufzunehmen.
Foto: dpa

Hannover. Die rot-grüne Koalition in Niedersachsen hat fünf Monate vor der nächsten Landtagswahl keine Regierungsmehrheit mehr. Die knappe Ein-Stimmen-Mehrheit ging am Freitag, 4. August, verloren, nachdem eine Abgeordnete der Grünen im Streit aus ihrer Fraktion austrat. Was das für die Fortführung der Regierung von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) bedeutet, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar. Eine Mehrheit hat seine Koalition aber nicht mehr.

Elke Twesten (54) aus dem Kreis Rotenburg/Wümme verließ die Grünen-Fraktion, teilte Grünen-Fraktionschefin Anja Piel am Freitag in Hannover mit.

Opposition vor Mehrheit

Die Oppositionsparteien CDU und FDP stehen vor einer eigenen Mehrheit im niedersächsischen Landtag. CDU-Fraktionschef Björn Thümler will seiner Fraktion empfehlen, die bei den Grünen ausgetretene Abgeordnete Elke Twesten in die CDU aufzunehmen. Damit hätten CDU und FDP zusammen 69 Sitze im Landtag, SPD und Grüne 68 Sitze.

Twesten hatte sich in der Vergangenheit offen für eine Zusammenarbeit mit der CDU gezeigt, was in ihrer Partei nicht überall auf Gegenliebe stieß. Twesten will am Mittag zusammen mit dem Fraktionschef der CDU im Landtag, Björn Thümler, vor die Presse treten. Es wird nicht ausgeschlossen, dass Twesten in die CDU-Fraktion eintritt.