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Niedersachsen: Jugendamt muss öfter eingreifen

Wer Interesse an dem Angebot hat, kann sich dienstags von 10 - 12 Uhr und donnerstags von 18- 20 Uhr unter 0531/4807960 informieren. (Symbolbild)
Wer Interesse an dem Angebot hat, kann sich dienstags von 10 - 12 Uhr und donnerstags von 18- 20 Uhr unter 0531/4807960 informieren. (Symbolbild)
Foto: dpa

Hannover. Die Zahl der Inobhutnahmen von Kindern und Jugendlichen in Niedersachsen ist im vergangenen Jahr nicht nur wegen der Ankunft unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge in die Höhe geschnellt.

Auch wegen Überforderung oder Beziehungsproblemen der Eltern oder Vernachlässigung wurde ein Fünftel mehr Kinder in Obhut genommen als noch 2015, teilte das Landesamt für Statistik am Montag mit. Die Zahl der Inobhutnahmen lag 2016 bei 8.347 und stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um 42,9 Prozent. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge machten 4.365 der Schutzmaßnahmen aus.

Jugendamt wägt ab, ob das Kind bleiben darf

Bei einer Inobhutnahme werden Kinder vom Jugendamt vorübergehend an einem anderen Ort untergebracht, etwa in einer Wohngruppe. Nach einem Tipp von Nachbarn, aus der Schule oder von der Polizei müssen Mitarbeiter des Jugendamts das Kind zu Hause besuchen und abwägen, ob es in der Familie bleiben kann. Auslöser kann auch sein, dass Kinder und Jugendliche sich selbst bei den Behörden melden.