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Bahnübergänge fordern Tote: Drei Unfälle in kurzer Zeit

In Rieste ist das Auto an einem Bahnübergang mit einem Zug zusammengestoßen.
In Rieste ist das Auto an einem Bahnübergang mit einem Zug zusammengestoßen.
Foto: dpa

Osnabrück. Update: Der 55-jährige Motorradfahrer, der am Sonntagabend auf dem Bahnübergang in der Bahnhofstraße verunglückte, erlag am Dienstag seinen schweren Verletzungen.

Bei drei Unfällen an Bahnübergängen im Landkreis Osnabrück sind am Sonntag zwei Menschen ums Leben gekommen. Zwei weitere erlitten nach Angaben der Polizei schwere Verletzungen. Zu den Unglücken kam es innerhalb weniger Stunden an drei verschiedenen Orten.

Zunächst war ein Auto bei Rieste an einem unbeschrankten Bahnübergang mit einer Regionalbahn zusammengestoßen. Der 76 Jahre alte Autofahrer kam nach Angaben der Polizei ums Leben. Die zwei Jahre jüngere Ehefrau wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen per Hubschrauber in eine Klinik geflogen.

An dem Bahnübergang waren schon vor vier Jahren drei Menschen bei einem ähnlichen Zusammenstoß getötet worden. Weshalb das Auto von der Regionalbahn erfasst wurde, stand zunächst nicht fest.

Wenige Stunden später kam es im Kreis Osnabrück erneut zu einem Unfall an einem Bahnübergang. Bei Dissen wurde ein 43 Jahre alter Rollerfahrer von einer Regionalbahn erfasst. Er starb. Der Mann sei auf die Gleise geraten, obwohl die Schranken geschlossen waren, hieß es von der Polizei. Die genauen Hintergründe waren zunächst unklar.

Ebenfalls am Sonntagabend sei in Badbergen ein Motorrad mit einem Zug zusammengestoßen, sagte ein Sprecher. Der 55 Jahre alte Fahrer wurde dabei schwer verletzt. Laut Polizei hatte der Mann die Bahnschranken durchbrochen. Die genaue Ursache war dafür zunächst unklar. Geprüft werde nun, ob der Motorradfahrer von der Sonne geblendet wurde.