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Mittelmeer-Aktion: Rechte Bewegung zieht ab

Am Freitag lag die "C-Star" im Mittelmeer östlich von Malta vor Anker.
Am Freitag lag die "C-Star" im Mittelmeer östlich von Malta vor Anker.
Foto: dpa

Rostock. Rechte Aktivisten haben ihren Einsatz beendet, Migranten vor der Küste Libyens abzufangen und sie zurück nach Afrika zu bringen. Die rechtsextreme "Identitäre Bewegung" erklärte auf Facebook, die am Donnerstag beendete Aktion mit dem gecharterten Schiff "C-Star" sei "ein politischer Erfolg, ein medialer Erfolg und ein aktivistischer Erfolg" gewesen. "Obwohl diese Mission nun beendet ist, wird "Defend Europe" weitermachen. Neue Initiativen werden bald folgen", hieß es.

Feindbild Menschenretter

Die "Identitären", die in Deutschland vom Verfassungsschutz beobachtet werden, hatten sich wie andere Rechts-Aktivisten aus Österreich, Frankreich und Italien an dem Projekt "Defend Europe" beteiligt. Die Aktion richtete sich nicht nur gegen Migranten, sondern auch gegen Hilfsorganisationen, die Flüchtlinge im Mittelmeer aus Seenot retten wollen. Um die zehn solcher Hilfsorganisationen sind im Mittelmeer im Einsatz. Für rechte Aktivisten sind die privaten Retter seit langem ein Feindbild.