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Umstrittene Auktion: Nashorn-Hörner unterm Hammer

Zwei am Flughafen Frankfurt sichergestellte Nashorn-Hörner. (Archivbild)
Zwei am Flughafen Frankfurt sichergestellte Nashorn-Hörner. (Archivbild)
Foto: dpa

Johannesburg. In Südafrika beginnt an diesem Montag eine international umstrittene dreitägige Online-Auktion von 264 Nashorn-Hörnern. Sie gehören einem der weltgrößten privaten Nashorn-Züchter und sind nur für den heimischen Markt bestimmt. Er will mit dem Erlös die Kosten für Hege und Pflege der Tiere decken. Tierschützer befürchten jedoch, dass durch den Handel noch mehr Tiere von Wilderern getötet werden. Er könne etwa die Nachfrage anheizen.

Verboten? Na und?!

Das Horn gilt in Asien als Potenz- und Heilmittel. Der internationale Handel ist zwar verboten, doch immer wieder werden in afrikanischen Ländern Tiere wegen ihres Horns gewildert. Allein in den ersten sieben Monaten dieses Jahres wurden in Südafrika 529 Rhinozerosse wegen ihrer Hörner getötet, im gesamten Jahr 2016 waren es 1.054.

Es ist die erste legale Auktion von Nashorn seit Jahren.