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Schock in Lüneburg: Mädchen springt vom Dach

Die Kinder und Lehrer, die alles mit ansehen mussten, werden psychologisch betreut. (Symbolbild)
Die Kinder und Lehrer, die alles mit ansehen mussten, werden psychologisch betreut. (Symbolbild)
Foto: dpa

Lüneburg. Die Polizei ermittelt nach dem Sprung eines Flüchtlingsmädchens aus dem dritten Stock seiner Schule in Lüneburg. "Wir haben bislang keine Hinweise auf Fremdverschulden", sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch, 23. August.

Es handele sich nach den vorliegenden Unterlagen um ein elf Jahre altes Flüchtlingsmädchen aus Syrien. "Wir prüfen, ob jemand verantwortlich gemacht werden kann. Auch eine mögliche Radikalisierung des Mädchens als Hintergrund des Sprunges wird derzeit geprüft", erklärte die Sprecherin.

Komplizierte Brüche

Nach einem Bericht der Lüneburger "Landeszeitung" soll die Schulleitung das Mädchen vor dem Sprung auf kritische Aussagen und eine mögliche islamistische Radikalisierung angesprochen haben. Es standen laut "Landeszeitung" offenbar eine Klassenkonferenz und der Ausschluss vom Unterricht im Raum.

Das Kind erlitt bei dem Sprung aus dem Fenster einer Oberschule am Dienstag komplizierte Brüche an Armen und Beinen. Es wurde anschließend mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Hamburg geflogen.

Kinder sehen Sprung

"Nach unserem Wissen waren andere Schülerinnen und Schüler im Raum, als das Mädchen gesprungen ist", sagte eine Sprecherin der Landesschulbehörde. Die Kinder und ihre Lehrkräfte würden psychologisch betreut. "Zu weiteren Einzelheiten machen wir aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes keine Angaben", erklärte sie.