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Nach Bergsturz in der Schweiz: Auch Deutsche vermisst

Schlamm und Gesteinsbrocken liegen am 23. August in Bondo im Kanton Graubünden (Schweiz). Am 3.369 Meter hohen Piz Cengalo hinter Bondo hatten sich Gesteinsmassen gelöst und waren ins Tal gedonnert. Es werden acht Menschen vermisst, die Einwohner des Dorfes wurden evakuiert.
Schlamm und Gesteinsbrocken liegen am 23. August in Bondo im Kanton Graubünden (Schweiz). Am 3.369 Meter hohen Piz Cengalo hinter Bondo hatten sich Gesteinsmassen gelöst und waren ins Tal gedonnert. Es werden acht Menschen vermisst, die Einwohner des Dorfes wurden evakuiert.
Foto: dpa

Bondo. Nach einem riesigen Bergsturz im Schweizer Kanton Graubünden werden acht Menschen vermisst, darunter nach Angaben der Kantonspolizei auch Deutsche und Österreicher. Sie hätten sich zum Zeitpunkt Unglücks im Gebiet der Val Bondasca aufgehalten, berichtete die Kantonspolizei am Donnerstag, 24. August. Nach den Vermissten werde gesucht.

Bei dem Bergsturz am 3.369 Meter hohen Piz Cengalo hatten sich am Mittwoch riesige Mengen Gesteinsmassen gelöst und waren ins Tal gedonnert. Es rutschten nach Schätzungen bis zu vier Millionen Kubikmeter Geschiebe mit Schlamm mit größeren Gesteinsbrocken nach. Das ist mehr, als die Außenalster in Hamburg an Volumen fasst.

Die graue Masse schob sich direkt an dem Ort Bondo vorbei. Seine 100 Einwohner wurden evakuiert. Verletzt wurde in dem Ort niemand, weil es ein Alarmsystem hat. Das hatte rechtzeitig vor dem Murgang, wie das Geschiebe heißt, gewarnt. Bondo liegt an der Grenze zu Italien, rund 35 Kilometer südwestlich von St. Moritz.

"Bergstürze lassen sich mit technischen Mitteln nicht verhindern", schreibt die Nationale Plattform Naturgefahren (Planat). Gefährdete Gebiete sollten gemieden werden.