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1,25 Millionen arme Menschen in Niedersachsen

Einige Personengruppen sind besonders von Armut bedroht. (Symbolbild)
Einige Personengruppen sind besonders von Armut bedroht. (Symbolbild)
Foto: dpa

Niedersachsen. Laut einer Pressemitteilung des Landesamtes für Statistik Niedersachsen lag die Armutsgefährdungsquote 2016 auf dem selben Niveau wie 2015, bei knapp 16 Prozent. Danach galten etwa 1,25 Millionen Menschen in Niedersachsen als armutsgefährdet. Auch die Zahlen auf Landesebene blieben unverändert. Ganz vorne lag Hamburg mit 18,3 Prozent. Den letzten Platz belegte Thüringen mit 12 Prozent.

Wer ist gefährdet?

Als armutsgefährdet gelten die, die mit weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens leben müssen. Die Schwelle lag bei einem Einpersonenhaushalt bei 953 Euro. Eine Familie mit zwei Kindern unter 14 Jahren musste ein Nettoeinkommen von 2.002 Euro haben, um nicht von Armut bedroht zu sein. Die Schwelle für Alleinerziehende mit einem Kind unter 14 Jahren lag 2016 bei 1.430 Euro.

Besonders hoch ist die Armutsgefährdungsquote bei Erwerbslosen (54,7 Prozent), Alleinerziehenden (44,9 Prozent) und bei Ausländern (43 Prozent). Im Vergleich dazu liegen die Quoten für Erwerbstätige bei 7,3 Prozent.

Rund 552.000 Reiche in Niedersachsen

Als "reich" gelten alle, die ein Nettoeinkommen, doppelt so hoch wie der regionale Durchschnitt haben. Die Reichtumsquote lag 2016 bei sieben Prozent, also etwa 552.000 Leute.

So sieht's bei uns aus

In der Region Ostniedersachsen, dazu gehören Braunschweig, Gifhorn, Helmstedt, Peine, Salzgitter, Wolfenbüttel und Wolfsburg, waren 15,6 Prozent der Leute armutsgefährdet. Im Vergleich: Die Personen in Goslar, Osterode am Harz, Göttingen und Northeim waren zu 19,5 Prozent von Armut bedroht.