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Grausiger Fund beim Pilzsammeln: Knochen stammen von Baby

Ein Pilzsammler hat in einem Wald bei Viernheim die sterblichen Überreste eines Säuglings gefunden (Symbolbild).
Ein Pilzsammler hat in einem Wald bei Viernheim die sterblichen Überreste eines Säuglings gefunden (Symbolbild).
Foto: Jens Büttner / dpa
  • Ermittler: Knochen in einer Tasche stammen von einem Baby.
  • Dritter Leichenfund in Hessen in kurzer Zeit.
  • Erinnerung an Fälle in Wendhausen und Knesebeck.

Viernheim/Darmstadt. Bei den in einem Waldstück bei Viernheim entdeckte Knochenhandelt es sich um die sterblichen Überreste eines Säuglings. Das teilte die Polizei am Donnerstag in Darmstadt mit.

Unklar sei noch, ob es ein Junge oder Mädchen gewesen ist. Auch, wie lange die Knochen schon an der Stelle lagen und wie der Säugling zu Tode kam, müsse noch ermittelt werden. Mit Ergebnissen wird in mindestens einigen Tagen gerechnet. Auf die Knochenreste war ein Pilzsammler am vergangenen Samstag gestoßen, sie befanden sich in einer Tasche.

Zwei Frauenleichen in der Nähe entdeckt

Erst vor wenigen Tagen wurden an zwei anderen Orten in Südhessen die Leichen vermisster Frauen gefunden. In einem Wald bei Münster (Landkreis Darmstadt-Dieburg) wurde eine tote Frau entdeckt, bei der er sich sehr wahrscheinlich um eine seit dem 20. August vermisste 47-Jährige aus Frankfurt handelt, die vermutlich Opfer eines Verbrechens wurde.

In einem Graben an der Gemarkungsgrenze Bensheim/Zwingenberg (Kreis Bergstraße) nahe einem Gewerbegebiet wurde die Leiche einer 26-Jährigen aus Heidelberg gefunden; auch sie wurde getötet.

Der Fall der sterblichen Überreste des Säuglings indes weckt Erinnerungen an zwei grausige Funde in der Region38: Noch immer ist der Tot eines in Wendhausen in einem Altkleidercontainer gefunden Säuglings ungeklärt - ebenso wie der Tod eines in einer Aldi-Tüte auf einem Komposthaufen bei Knesebeck abgelegten Babys.