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Flüchtlingsunglück: Mehr als 100 Vermisste im Mittelmeer

Flüchtlinge in Schwimmwesten treiben vor Libyen im Mittelmeer. Im Hintergrund schwimmt ein Boot, das mit Flüchtlingen besetzt ist (Symbolbild).
Flüchtlinge in Schwimmwesten treiben vor Libyen im Mittelmeer. Im Hintergrund schwimmt ein Boot, das mit Flüchtlingen besetzt ist (Symbolbild).
Foto: dpa

Rom. Im Mittelmeer hat sich vermutlich wieder ein Flüchtlingsunglück mit vielen Toten ereignet. Mehr als 100 Menschen würden vor der libyschen Küste vermisst, twitterte die Sprecherin des UN-Flüchtlingswerkes, Carlotta Sami, am Donnerstag. Die Menschen seien in einem Schlauchboot auf der Flucht nach Europa gewesen.

Ein Sprecher der libyschen Marine sagte der Nachrichtenagentur Ansa, dass nach Angaben von Überlebenden mehr als 120 Menschen in dem Boot waren. Einige hätten gerettet werden können.

Von Libyen starten die meisten Migranten in schrottreifen oder vollkommen überladenen Booten in Richtung Italien. In letzter Zeit war die Zahl der Angekommenen drastisch gesunken, unter anderem nachdem die Regierung in Rom ein Abkommen mit der libyschen Küstenwache geschlossen hatte.