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Nach der Wahl ist vor der Wahl: Spitzenkandidaten hoffen

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Hannover. CDU und SPD wollen sich in drei Wochen bei der Wahl in Niedersachsen gegen den Abwärtstrend ihrer Parteien bei der Bundestagswahl stemmen. CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann setzt trotz des Dämpfers auf einen Machtwechsel im Land. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hält das Rennen in Niedersachsen für völlig offen. Ein Jamaika-Bündnis aus Union, FDP und Grünen hält FDP-Landeschef Stefan Birkner in Niedersachsen für unwahrscheinlich, im Bund zeigte er sich dafür offen.

Die große Koalition ist Weil zufolge klar abgewählt worden. "Beide Regierungspartner verzeichnen heute herbe Verluste", sagte er. Die SPD habe die dritte Bundestagswahl in Folge verloren. Dennoch zeigte sich der SPD-Landeschef optimistisch, dass es der Partei gelingen könne, die Landtagswahl in drei Wochen zu gewinnen. "In Bezug auf Niedersachsen bin ich zuversichtlich, da ist das Rennen wirklich offen." Die SPD lag in den ersten Hochrechnungen zwischen 20 und 21 Prozent der Stimmen im Vergleich zu 25,7 Prozent bei der letzten Wahl 2013.

Mehr Rückenwind erwartet

CDU-Landeschef Bernd Althusmann reagierte ebenfalls verhalten auf die Hochrechnungen: "Man hätte sich sicherlich ein bisschen mehr Rückenwind erhofft, aber es ist ja keineswegs ausgeschlossen, dass wir in den nächsten Wochen noch ein bisschen zulegen können", sagte Althusmann.

Die CDU habe zwar verloren, bleibe aber stärkste Kraft. "Von daher glaube ich, dass sie auch in Niedersachsen ein starkes Ergebnis bekommen kann." CDU/CSU lagen nach den Hochrechnungen bei 32,9 bis 33,3 Prozent, 2013 hatte die Union bundesweit noch 41,5 Prozent erzielt.