Welt 

Kopf an Kopf: Wie wählt Niedersachsen?

Die Spitzenkandidaten von CDU und SPD bei der Landtagswahl am 15. Oktober: Bernd Althusmann (CDU, l.) und Ministerpräsident Stephan Weil (SPD).
Die Spitzenkandidaten von CDU und SPD bei der Landtagswahl am 15. Oktober: Bernd Althusmann (CDU, l.) und Ministerpräsident Stephan Weil (SPD).
Foto: dpa

Hannover. Das Kopf-an-Kopf-Rennen um die Macht in Niedersachsen wird immer spannender. Rund zweieinhalb Wochen vor der Landtagswahl hat die SPD ihren Rückstand auf die CDU fast aufgeholt. Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage von infratest dimap liegt die CDU mit 35 Prozent nur noch einen Prozentpunkt vor der SPD. Grüne (9 Prozent) und FDP (8 Prozent) können fest mit einem Einzug in den Landtag in Hannover rechnen. Für die Linke (5 Prozent) und die AfD (6 Prozent) wird es am 15. Oktober eng. Drei Koalitionen sind laut den im Auftrag des NDR nach der Bundestagswahl erhobenen Daten möglich: Schwarz-Rot, ein Jamaika-Bündnis oder eine Ampel-Koalition.

Wahlkompass für Niedersachsen

Unterdessen hat die neue Landeszentrale für politische Bildung in Niedersachsen einen Wahlkompass zur Landtagswahl vorgestellt. Im Internet können Wähler ihre Haltungen zu 30 Thesen mit den Positionen von elf kandidierenden Parteien vergleichen. Der Wahlkompass biete Orientierung, gebe aber keine Wahlempfehlung, sagte am Donnerstag die Direktorin der Landeszentrale, Ulrika Engler.

Kein Wahl-O-Mat

Aus Zeitgründen wird es nach Angaben der Bundeszentrale für politische Bildung keinen Wahl-O-Mat zur vorgezogenen Landtagswahl in Niedersachsen geben. Die Vorbereitungszeit dafür sei zu kurz, hieß es in einem Statement im August. Beim Wahl-O-Mat wird dem Benutzer nach der Beantwortung diverser Fragen zu politischen Themen angezeigt, welche Parteien seine Vorstellungen am ehesten vertreten.