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Bauarbeiter müssen abrücken: Gericht stoppt Umgehungsstraße

Bei Haldensleben gibt's erstmal keine Umgehungsstraße (Symbolbild).
Bei Haldensleben gibt's erstmal keine Umgehungsstraße (Symbolbild).
Foto: dpa

Wedringen/Haldensleben.  Das Oberverwaltungsgericht Magdeburg hat den Bau einer Umgehungsstraße der Ortschaft Wedringen bei Haldensleben (Landkreis Börde) vorerst gestoppt. Der Planfeststellungsbeschluss sei rechtswidrig und nicht nachvollziehbar, teilte das Gericht mit.

Die Richter beanstandeten Maßnahmen zum Artenschutz, die die Straßenbaubehörde angeordnet hatte. Geklagt hatten Eigentümer eines landwirtschaftlich genutzten Grundstücks, wo die Maßnahmen umgesetzt werden sollten. Das Urteil stammt bereits von Ende August.

Erst Ende Juli war der erste Spatenstich für die neue Straße an der B71 gesetzt worden. Geplant ist eine rund 9,5 Kilometer lange Strecke, aufgeteilt in zwei Bauabschnitte. Insgesamt kalkuliert das Verkehrsministerium Sachsen-Anhalts mit Kosten von rund 64 Millionen Euro.

Nach dem Urteil könnte sich die ursprünglich bis Sommer 2021 geplante Fertigstellung verzögern. Weil das Gericht den Planfeststellungsbeschluss aber nicht aufgehoben hat, wäre es laut OVG möglich, die Fehler in einem ergänzenden Verfahren zu beheben.