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Feuertod von Oury Jalloh bleibt ein Rätsel

Oury Jalloh, ein Asylbewerber aus Westafrika, stirbt im Dessauer Polizeigewahrsam. Offizielle Todesursache: Tod durch Hitzeschock, keine Fremdeinwirkung.
Oury Jalloh, ein Asylbewerber aus Westafrika, stirbt im Dessauer Polizeigewahrsam. Offizielle Todesursache: Tod durch Hitzeschock, keine Fremdeinwirkung.
Foto: dpa

Halle/Dessau-Roßlau. Die Staatsanwaltschaft Halle hat die Ermittlungen zum zwölf Jahre zurückliegenden Feuertod des Asylbewerbers Oury Jalloh in einer Polizeizelle eingestellt. Es gebe keine ausreichenden tatsächlichen Anhaltspunkte für eine Beteiligung Dritter an dem Ausbruch des Brandes, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag, 12. Oktober, mit.

Eine weitere Aufklärung sei nicht zu erwarten. Die Auswertung der zahlreichen Gutachten lasse nur den Schluss zu, dass der konkrete Ausbruch des Brandes nicht sicher nachgestellt und nicht eindeutig bewertet werden könne. Auch der letzte Brandversuch vom 18. August vergangenen Jahres habe keine sicheren Erkenntnisse gebracht.

Wie genau es am 7. Januar 2005 zum Tod des aus Sierra Leone stammenden Asylbewerbers kam, ist auch bei zwei Landgerichtsprozessen nicht geklärt worden. Fest steht, dass Jalloh mit erheblichen Verbrennungen in einer Zelle des Polizeireviers Dessau gefunden wurde. Dort war er gestorben.

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