Welt 

Doppelmord in Hannover: Täter für immer in Psychiatrie?

Das Landgericht Hannover schickte den 25-jährigen Syrer wegen einer schweren Psychose dauerhaft in die geschlossene Psychiatrie.
Das Landgericht Hannover schickte den 25-jährigen Syrer wegen einer schweren Psychose dauerhaft in die geschlossene Psychiatrie.
Foto: dpa

Hannover. Nach einem Doppelmord in Hannover wird ein 25 Jahre alter Syrer in eine Psychiatrie eingewiesen. Das hat das Landgericht Hannover am Dienstag zum Prozessende angeordnet.

Der Mann war am Abend des 15. April einer 27-Jährigen beim Verlassen der U-Bahn gefolgt und hatte sie mit 22 Messerstichen getötet. Drei Tage später hat er in Kleefeld mit einem Messer einen Freund getötet, der ihm wegen seiner Gesundheitsprobleme helfen wollte.

Täter hört Stimmen

Nach Ansicht des Gerichts leidet der Beschuldigte an einer schweren Psychose, die im April eine dramatische Entwicklung genommen hatte. Laut einem Gutachter hörte der Mann regelmäßig Stimmen und fühlt sich verfolgt. "Die Taten sind Tragödien, die eine große Gefährlichkeit belegen", begründete Richter Wolfgang Rosenbusch die Entscheidung. Das Gericht wertete die Verbrechen als Totschlag.

Der Mann ist bereits seit April in einer geschlossenen Klinik untergebracht. Dort muss er dauerhaft bleiben, bis keine Gefahr mehr von ihm ausgeht.