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Nach Landtagswahl: Wer bleibt, wer geht? Ein Überblick

Doris Schröder-Köpf und Innenminister Boris Pistorius sind mitunter die Gewinner der Wahl.
Doris Schröder-Köpf und Innenminister Boris Pistorius sind mitunter die Gewinner der Wahl.
Foto: dpa

Hannover. Schon vor den ersten Gesprächen steht fest, dass einige Politiker wegen des Regierungswechsels eine neue Aufgabe übernehmen. Andere hoffen noch.

Bernd Althusmann: Der CDU-Spitzenkandidat hat erst einmal die Führung der Landtagsfraktion übernommen. Im Falle einer großen Koalition könnte er ein Ministeramt besetzen - bei einem Jamaika-Bündnis wäre er sogar der Regierungschef.

Bernd Busemann: Der ehemalige Landtagspräsident muss sein Amt abgeben, da nun die SPD das Amt besetzt.

Björn Thümler: Er hat das Amt des Fraktionschefs Bernd Althusmann überlassen. Sollte sich eine GroKo bilden, könnte Thümler Wirtschafts- oder Finanzminister werden.

Boris Pistorius: An ihm wird nicht gerüttelt, denn als Innenminister hat er auch die CDU überzeugt. In seinem Wahlkreis hat er mit einem Vorsprung von fast zehn Prozentpunkten das Mandat gewonnen.

Doris Schröder-Köpf: Sie hat dem hannoverschen CDU-Chef Dirk Toepffer den Wahlkreis abgenommen und kommt für ein Ministeramt durchaus in Frage.

Gabriele Andretta: Die Vizepräsidentin des Landtages konnte ihren Wahlkreis in Göttingen für sich gewinnen und könnte die Nachfolgerin des Landtagspräsidenten werden.

Frauke Heiligenstadt: Sie war bisher Kultusministerin - ein Amt, um das sich alle Koalitionspartner reißen, weil es ein Schlüsselressort ist. Für sie wird es schwer, weil CDU und FDP sich auf sie eingeschossen haben. Im Falle einer großen Koalition wäre sie raus.

Christian Meyer: Der Landwirtschaftsminister und Star der Grünen in Niedersachsen gibt sein Amt wahrscheinlich ab, macht aber parteiintern weiterhin Karriere.

Gabriele Heinen-Kljajic: Die bisherige Wissenschaftsministerin stand nicht auf der Landesliste der Partei und bekommt so keinen Platz mehr im Landtag.