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Nach neuer Reform: Mehr Pflegebedürftige in Niedersachsen

Symbolbild
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Foto: Angelika Warmuth / dpa

Hannover.  Von Januar bis September hat es in Niedersachsen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum rund 11.500 zusätzliche Empfänger von Pflegeleistungen gegeben. Das geht aus einer neuen Erhebung der Krankenkassen hervor. Sie stammt vom Medizinischen Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS).

Die meisten dieser Pflegebedürftigen wären ohne die Pflegereform, die Anfang 2017 startete, leer ausgegangen. Seither werden auch Demenzkranke verstärkt als pflegebedürftig eingestuft. "Seit der Reform haben wir eine Flut neuer Pflegeanträge erhalten", sagte Pressesprecher Martin Dutschek am Montag.

So viel Geld gibt's

Insgesamt haben die Gutachter der Krankenkassen in den ersten drei Quartalen dieses Jahres laut MDS 118.323 Versicherte nach dem neuen Verfahren begutachtet. Bei 19.584 Versicherten empfahlen die Gutachter den neuen Pflegegrad 1, bei 36.569 Pflegegrad 2. Bei Pflegegrad 1 können Versicherte 125 Euro pro Monat bekommen. Bei Grad 2 fließen bis zu 770 Euro.

25.946 Versicherte bekamen Pflegegrad 3 mit Leistungen bis zu 1.262 Euro, 16.317 Grad 4 mit bis zu 1.775 Euro und mehr als 7643 Grad 5 mit bis zu 2.005 Euro. Bei 12.264 Versicherten erkannten die Gutachter laut MDS keine Pflegebedürftigkeit.