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Es kracht immer noch an Bahnübergängen

Mitarbeiter der Bahn sichern am 24. August 2016 in Melle bei Osnabrück eine Unfallstelle an einem Bahnübergang, an der zuvor ein Bus mit einem Güterzug verunglückt ist. (Archivbild)
Mitarbeiter der Bahn sichern am 24. August 2016 in Melle bei Osnabrück eine Unfallstelle an einem Bahnübergang, an der zuvor ein Bus mit einem Güterzug verunglückt ist. (Archivbild)
Foto: dpa

Hannover/Bremen. Obwohl die Zahl der Bahnübergänge in Niedersachsen seit Jahren sinkt, kommt es weiterhin zu Unfällen. Im vergangenen Jahr gab es 20 Zusammenstöße auf Überwegen, wie die Deutsche Bahn am Mittwoch, 8. November, mitteilte. Im Jahr davor kam es zu 23 Unfällen, 2014 zu 17. In Bremen hingegen gab es im vergangenen Jahr wie auch 2014 keinerlei Unfälle an Bahnübergängen. 2015 kam es zu einem einzigen Unfall.

Im vergangenen Jahr gab es in Niedersachsen noch 2.134 Bahnübergänge, in Bremen waren es 22. Im Jahr 2007 gab es in Niedersachsen noch rund 2.600 Bahnübergänge. Die Zahl ist rückläufig, weil Übergänge an viel befahrenen Straßen durch Über- oder Unterführungen ersetzt werden oder wenig genutzte Überwege geschlossen wurden. Einzelne Strecken wurden auch stillgelegt.

2016 gab es bundesweit 140 Unfälle, 2002 waren es noch 294 Zusammenstöße. 61 Prozent der Bahnübergänge sind mit Schranken oder zumindest Blinklichtern gesichert. An 39 Prozent der Übergänge, die an mit geringem Tempo befahrenen Nebenstrecken liegen, gibt es nur ein Andreaskreuz. Autofahrer und Fußgänger müssen dort selber auf herannahende Bahnen achten.

Mehr als 90 Prozent aller Unglücke an Bahnübergängen werden nach Angaben der Bahn von Autofahrern und Fußgängern aus Unachtsamkeit oder Unkenntnis selbst verursacht.

In der Region38 hatte es zuletzt zweimal an einem Übergang gekracht. Ende Oktober gab es einen Unfall in Braunschweig und am vergangenen Dienstag erfasste in Emmerstedt ein Güterzug ein Auto.