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Trauer um Muschi & Bello: Sind wir blind vor Tierliebe?

Ein Grabstein auf einem Tierfriedhof in Berlin auf dem Grab eines Tieres. (Symbolbild)
Ein Grabstein auf einem Tierfriedhof in Berlin auf dem Grab eines Tieres. (Symbolbild)
Foto: dpa
  • Kein Platz für Tiere im Himmel?
  • Theologen und Mediziner diskutieren.

Hannover. Das Haustier ist für viele Menschen ein Lebenspartner, sein Tod nur schwer zu verkraften. Die Auswirkungen dieser intensiven Bindung diskutieren am Mittwoch, 15. November, Theologen und Philosophen an der Tierärztlichen Hochschule Hannover. "Dein Tier kommt nicht in den Himmel", lautet der provokante Titel der Veranstaltung.

Vollwertiges Familienmitglied

"Die Vermenschlichung von Tieren nimmt immer mehr zu", sagt der Tier-Ethiker Peter Kunzmann von der Hochschule. Studien zeigten, dass Haustiere mittlerweile als vollwertiges Familienmitglied angesehen werden und immer öfter sogar als Kinderersatz dienen.

Mehr Kinder- als Tierarzt

Dies hat nach Kunzmanns Überzeugung Folgen für die tierärztliche Praxis. Gerade am Lebensende eines Hundes oder einer Katze sei bei den Veterinären Sensibilität gefordert. "Das entspricht eher der Rolle eines Kinderarztes", meint der Theologe und Philosoph.

Halleluja für Hunde

Nach Einschätzung der Theologin Petra Bahr rücken Tiere auch im kirchlichen Bereich immer stärker ins Blickfeld. "In den Hubertusmessen sitzen die Jagdhunde bereits in der ersten Reihe. Auch Segnungsgottesdienste für Tiere gibt es immer öfter", sagte die Landessuperintendentin des Sprengels Hannover der Evangelischen Landeskirche Hannovers.