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Neuer Feiertag: Die Große Koalition gibt Frei

Erstmals war in diesem Jahr der Reformationstag am 31. Oktober auch in Niedersachsen ein gesetzlicher Feiertag. Wird's auch in den nächsten Jahren so sein?
Erstmals war in diesem Jahr der Reformationstag am 31. Oktober auch in Niedersachsen ein gesetzlicher Feiertag. Wird's auch in den nächsten Jahren so sein?
Foto: dpa

Hannover. Die Große Koalition zwischen SPD und CDU in Hannover steht - doch eine Nachricht ist in der Freude der beteiligten Politiker und dem bevorstehenden Aufstieg der bisherigen Braunschweiger Bundestagsabgeordneten Carola Reimann (SPD) zur voraussichtlichen neuen Sozialministerin untergegangen - etwas, das alle erwerbstätigen Niedersachsen betrifft.

Das Land bekommt einen zusätzlichen gesetzlichen Feiertag! So steht's im Koalitionsvertrag zwischen Sozial- und Christdemokraten. Favorit ist dabei der 31. Oktober: Der Reformationstag war in diesem Jahr aus Anlass des 500. Jahrestags des Thesenanschlags von Martin Luther erstmals bundesweit ein Feiertag - so dass auch die Niedersachsen davon profitierten. Man werde nun mit Kirchen und Wirtschaftsverbänden sprechen, kündigten die beiden Parteichefs Stephan Weil (SPD) und Bernd Althusmann (CDU) an.

Bislang hat Niedersachsen nur neun gesetzliche Feiertage pro Jahr; Bayern hat dagegen 13 - und wer in Augsburg wohnt, sogar 14 Feiertage. Die niedersächsische Wirtschaft warnt dagegen vor einem weiteren Feiertag: Dieser werde das Land etwa eine Milliarde Euro an Wirtschaftsleistung kosten, hatte Volker Müller, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen, gefordert.