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2018: Wieder US-Truppenbewegungen in Deutschland

NATO-Militärfahrzeuge fahren am 27. März auf die A2 bei Burg in Richtung Berlin. Am 25. März wurde begonnen, Teile des Gefechtsverbandes der Enhanced Forward Presence (eFP) aus den deutschen Rose Barracks (Deutschland) nach Orzysz in Polen zu verlegen.
NATO-Militärfahrzeuge fahren am 27. März auf die A2 bei Burg in Richtung Berlin. Am 25. März wurde begonnen, Teile des Gefechtsverbandes der Enhanced Forward Presence (eFP) aus den deutschen Rose Barracks (Deutschland) nach Orzysz in Polen zu verlegen.
Foto: dpa

Berlin. Durch den Norden und Osten Deutschlands sollen wieder Truppen, Fahrzeuge und Panzer der US-Streitkräfte rollen. Als Teil des alle neun Monate vorgesehenen Austauschs der nach Osteuropa verlegten Kräfte sollen im Frühling und im Sommer 2018 rund 3.000 US-Soldaten und knapp 1.000 Fahrzeuge sowie etwa 85 Panzer über Straße und Schiene bewegt werden, wie eine Sprecherin der US-Streitkräfte am Dienstag in Berlin mitteilte.

Welche Bundesländer betroffen sein werden, wollte die Sprecherin der US-Armee in Europa, Colonel Kathleen Turner, mit Hinweis auf Sicherheitsfragen nicht mitteilten. Man werde kurz vor Beginn der Truppenbewegung Einzelheiten bekanntgeben. Unterstützt werden die US-Streitkräfte von der Bundeswehr, die unter anderem Kasernen und logistische Hilfe bereitstellt.

Schutzeinsatz im Baltikum

Im Oktober war eine Brigade aus Fort Riley in Kansas und eine Fliegerstaffel aus dem texanischen Fort Hood zum Einsatz nach Europa gekommen. Das militärische Gerät war über Bremerhaven und Danzig eingeführt worden. Der Einsatz "Atlantic Resolve" dient dem Schutz der östlichen Nato-Mitglieder.

Bei der Operation wurde die "Iron Brigade" planmäßig abgezogen und durch eine neue Brigade komplett ersetzt. Gegen mögliche Bedrohungen hat auch die Nato vier Bataillone mit jeweils 1.000 Mann nach Polen und in die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen beordert. Insgesamt sind ungefähr 30.000 US-Soldaten in Deutschland und Italien stationiert.