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25 Jahre danach: Mölln erinnert an Anschlagsopfer

Mölln. 25 Jahre nach den fremdenfeindlich motivierten Brandanschlägen von Mölln gedenken die Stadt und die betroffenen Familien der Opfer. Vorgesehen sind am Donnerstag, 23. November, ein Gottesdienst, Kranzniederlegungen und eine Gedenkveranstaltung am Abend.

Zu dieser wird nach Angaben der Stadt auch der türkische Botschafter in Deutschland, Ali Kemal, erwartet, ferner die Flüchtlingsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özuguz, sowie der Vorsitzende der Menschenrechtskommission des türkischen Parlaments, Mustafa Yeneroglu.

Neonazis verübten am 23. November 1992 Brandanschläge auf zwei von türkischen Familien bewohnte Häuser. Dabei starben eine 51-jährige Frau und zwei ihrer Enkelinnen. Neun Menschen wurden verletzt.

Es war der erste ausländerfeindliche Anschlag in Deutschland nach 1945, bei dem Menschen starben.