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Geheimer Bericht: Tüv findet neue BER-Mängel

Ob da schnell Gras drüber wächst? (Archivbild)
Ob da schnell Gras drüber wächst? (Archivbild)
Foto: dpa

Berlin. Offenbar ist die Lage auf der "Dauerbaustelle" des Hauptstadtflughafens BER dramatischer als bisher bekannt. Eine Eröffnung vor 2021 sei unwahrscheinlich, schreibt der "Tagesspiegel" am Mittwochabend, 22. November.

Demnach offenbart ein geheimer Tüv-Bericht bisher unbekannte Mängel. Es gebe gravierende Defizite bei den technischen Systemen, vor allem wieder mal beim Brandschutz.

In allen der zehn im Fluggastterminal überprüften Anlagen seien wesentliche oder andere Mängel festgestellt worden, heißt es. Vor allem gehe es um die Sprinkleranlagen. Eine "Wirksamkeit und Betriebssicherheit" sei "nicht gegeben".

Teilweise sollen die Mängel so gravierend sein, dass alle anvisierten Pläne erneut ins Rutschen geraten dürften. Eigentlich sollten - nach aktuellem Stand - die Bauarbeiten Ende August 2018 beendet werden. Ursprünglich sollte der BER 2012 öffnen - am morgigen Donnerstag ist der Flughafen "seit 2.000 Tagen nicht eröffnet".

Aus den einst kalkulierten Baukosten von "nur" 2,5 Milliarden Euro wurden inzwischen 6,6 Milliarden Euro. Die Inbetriebnahme scheiterte bereits sechs Mal.