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Imam-Ausbildung an Unis? Das sagt die Hochschule

Imam Mehmet Karaoglu spricht am 3. Oktober beim "Tag der offenen Moschee" in Hamburg (Archivbild).
Imam Mehmet Karaoglu spricht am 3. Oktober beim "Tag der offenen Moschee" in Hamburg (Archivbild).
Foto: dpa

Osnabrück / Hannover. Die Absicht der neuen Landesregierung, die Ausbildung von muslimischen Geistlichen an der Universität Osnabrück vornehmen zu lassen, stößt bei der Hochschule auf Widerspruch. "Wir bilden keine Imame aus, das wollen wir auch gar nicht", sagte die Vizepräsidentin für Studium und Lehre der Hochschule, Martina Blasberg-Kuhnke.

Die Ausbildung von Imamen sei nicht Sache der Universität - es sei wichtig, dass auch gar nicht erst dieser Eindruck entstehe. Im Koalitionsvertrag von SPD und CDU steht wörtlich: "Aufbauend auf die seit 2010 bundesweit anerkannten Imam-Weiterbildungsangebote an der Universität Osnabrück soll dort eine grundständige Imam-Ausbildung eingerichtet werden."

Analog zu der Ausbildung von Pfarrern und Priestern bei den christlichen Kirchen müsse es dafür ein Ausbildungsinstitut der islamischen Religionsgemeinschaft geben, sagte Blasberg-Kuhnke.