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Händler wollen sonntags mehr Spielraum

Auch in Wolfenbüttel ziehen die Sonntage die Massen magisch an. (Archivbild)
Auch in Wolfenbüttel ziehen die Sonntage die Massen magisch an. (Archivbild)
Foto: Stadt Wolfenbüttel

Hannover. Mit Blick auf ein geplantes neues Gesetz zu Ladenöffnungszeiten hat der Handelsverband Niedersachsen-Bremen flexiblere Möglichkeiten für Sonntagsöffnungen gefordert. "Es gibt in großen Städten verschiedene Zentren - wenn sie alle gleichzeitig öffnen, stehen sie im gegenseitigen Wettbewerb", sagte Sprecher Hans-Joachim Rambow am Dienstag, 28. November.

Vier aus zwölf

Eine Neuregelung sollte ermöglichen, dass ein verkaufsoffener Sonntag für einzelne Stadtteile oder Geschäftslagen gelten kann. Ideal wären aus seiner Sicht zum Beispiel zwölf Termine, aus denen sich die Ortslagen jeweils vier Sonntage aussuchen könnten.

Jede Öffnung braucht Anlass

Der Sprecher des Sozialministeriums, Uwe Hildebrandt, hält das für nicht realistisch. "Aktuell ist es so, dass pro Stadt an vier Sonntagen geöffnet werden kann." Wenn die zuständige Kommune die Sonntagsöffnung nur für ein gewisses Gebiet ausweise, sei eine der vier Möglichkeiten verbraucht. Hildebrandt verwies zudem darauf, dass es für jede Sonntagsöffnung einen Anlass brauche. "Es gilt die Sonn- und Feiertagsruhe. Das sind besonders geschützte Tage", sagte er.

Kein K.o.-Kriterium

Der Handelsverband will das nicht so eng sehen. "Die Anlassbezogenheit darf nicht zum K.o.-Kriterium werden", so die Hauptgeschäftsführerin Monika Dürrer. "Der Handel braucht die Öffnungsmöglichkeiten, um seine Leistungsfähigkeit einem breiten Publikum zu präsentieren."

Die rot-schwarze Koalition will Unsicherheiten bei den Öffnungszeiten mit einem neuen Gesetz ausräumen. Derzeit können in Niedersachsen staatlich anerkannte Ausflugsorte acht verkaufsoffene Sonntage pro Jahr ausweisen, andere Städte vier.