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Vetternwirtschaft? AfD-Chef stellt seine Freundin ein

André Poggenburg, Partei- und Fraktionschef der AfD in Sachsen-Anhalt.
André Poggenburg, Partei- und Fraktionschef der AfD in Sachsen-Anhalt.
Foto: dpa

Hannover/Magdeburg. André Poggenburg, der AfD-Chef in Sachsen-Anhalt, hat die Anstellung seiner Lebensgefährtin in der eigenen Fraktion verteidigt. Beim Bundesparteitag in Hannover sagte Poggenburg am Samstagabend, die Anstellung sei auch ein "Akt der Solidarität". Denn seine Lebensgefährtin habe in ihrem alten Job wegen ihrer Nähe zur AfD Schwierigkeiten bekommen. "Ich finde daran gar nichts Anrüchiges."

Parteimitglieder hätten Poggenburg intern Vetternwirtschaft vorgeworfen, berichtete die "Mitteldeutsche Zeitung". Poggenburg bestätigte daraufhin, dass seine Lebensgefährtin Lisa Lehmann seit dem 1. August in der Fraktionsgeschäftsstelle in Magdeburg eine Ausbildung als Kauffrau für Büromanagement absolviert; Lehmann ist zugleich als Schriftführerin Mitglied des AfD-Landesvorstandes; deren Vater Mario Lehmann sitzt ebenfalls im Landesvorstand und ist zudem Landtagsabgeordneter für den Landkreis Harz.

Poggenburg gehört dem rechtsnationalen Flügel der AfD an. Bei der Wahl zum dritten stellvertretenden Vorsitzenden unterlag er am Samstagabend Albrecht Glaser.