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Nach Sturmmanagement-Kritik: Bahn gelobt Besserung

Die Bahn will sich künftig besser um Gleisvegetation kümmern, die bei Stürmen große Probleme bereitet  (Archivbild).
Die Bahn will sich künftig besser um Gleisvegetation kümmern, die bei Stürmen große Probleme bereitet (Archivbild).
Foto: Bernd Settnik / dpa

Hannover. Nach den schweren Verkehrsbehinderungen durch Sturmtief "Xavier" im Oktober will die Bahn das Zurückschneiden von Sträuchern entlang der Strecken im Norden bald verbessern. Die Bahn war nach tagelangen Ausfällen und Einschränkungen des Zugverkehrs von zahlreichen Seiten bezüglich ihres Krisenmanagements kritisiert worden. Künftig will die Bahn nun die Vegetation an Gleisen gezielter zurückschneiden. Verkehrsbehinderungen dürften nicht länger schicksalsergeben hingenommen werden, klagt die Politik.

"Die DB analysiert die Auswirkungen der vergangenen Stürme detailliert - auch mit Blick auf das Vegetationsmanagement", kündigte ein Bahnsprecher an. "Im Unternehmen werden gerade verschiedene Möglichkeiten und Konzepte erarbeitet und diskutiert." Ergebnisse sollten bald präsentiert werden.

Der Landtag in Hannover beschäftigt sich am Donnerstag mit den Sturmschäden bei der Bahn. SPD und CDU fordern von dem Unternehmen deutlich mehr Einsatz für einen ordentlichen Betrieb.

Eine funktionsfähige Eisenbahninfrastruktur sei für Niedersachsen von überragender Bedeutung, heißt es in einem Antrag der beiden Regierungsfraktionen. "Massive und sich über Tage hinziehende Ausfälle und Einschränkungen im Nah-, Regional-, Fern- und Güterverkehr aufgrund von Sturmschäden, wie jüngst bei Tief 'Xavier', können aus standortpolitischen Gründen daher nicht länger als Folgen höherer Gewalt schicksalsergeben hingenommen werden." Das systematische Beschneiden und Fällen von Bäumen entlang der Gleise sei deshalb extrem wichtig.

Die Landesregierung wird dazu aufgerufen, einen Runden Tisch zu dem Thema zu organisieren.