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G20-Chaoten müssen zittern: Jetzt wird's öffentlich

Polizisten laufen im Schanzenviertel an einer brennenden Barrikade vor der Roten Flora entlang.
Polizisten laufen im Schanzenviertel an einer brennenden Barrikade vor der Roten Flora entlang.
Foto: dpa

Hamburg. Gut fünf Monate nach den Krawallen rund um den G20-Gipfel in Hamburg wollen Polizei und Staatsanwaltschaft mit einer Öffentlichkeitsfahndung beginnen. Es sollen Fotos und Videosequenzen veröffentlicht werden, auf denen mutmaßliche Gewalttäter zu erkennen sind.

Soko "Schwarzer Block"

Ein Vertreter der Hamburger Staatsanwaltschaft will das Vorgehen am Montag, 18. Dezember, im Polizeipräsidium erläutern. Die Polizei schätzt, dass vom 6. bis zum 8. Juli 5.000 bis 6.000 Täter aktiv waren.

Die Soko "Schwarzer Block" führe 3.000 Ermittlungsverfahren, hatte Polizeipräsident Ralf Martin Meyer Anfang Dezember gesagt. Auch in Braunschweig hatte es eine Durchsuchung gegeben.

Riesige Datenmengen

Der Polizei liegen riesige Datenmengen im Umfang von mehr als zehn Terabyte vor. Neben eigenen polizeilichen Aufnahmen werteten die Beamten Überwachungskameras von Bussen, Bahnen und Bahnhöfen aus. Außerdem hätten zahlreiche Bürger Tausende Dateien auf ein Hinweis-Portal hochgeladen. Bei der Auswertung sollen Geodaten und eine Gesichtserkennungssoftware helfen.

Fünf Tatkomplexe

Die für die Öffentlichkeit zugänglichen Aufnahmen seien nach fünf Tatkomplexen geordnet worden, beispielsweise nach Plünderungen oder dem Tatort Elbchaussee, sagte Polizeisprecher Timo Zill.