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Immer mehr Obdachlose – Frauen besonders gefährdet

In Schlafsack und Decken gehüllt sitzt eine obdachlose Frau in der Nacht an einer Bushaltestelle neben einem Einkaufswagen mit ihren Habseligkeiten. (Archivbild)
In Schlafsack und Decken gehüllt sitzt eine obdachlose Frau in der Nacht an einer Bushaltestelle neben einem Einkaufswagen mit ihren Habseligkeiten. (Archivbild)
Foto: Boris Roessler/dpa

Hannover. Die Zahl der Obdachlosen in Deutschland ist nach Einschätzung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe in den vergangenen Jahren gestiegen. Als einen Grund nennt die Organisation den Mangel an günstigem Wohnraum. Demnach gibt es heute 60 Prozent weniger Sozialwohnungen als noch vor 20 Jahren.

Genaue Zahl unbekannt

Den Schätzungen zufolge haben bundesweit rund 860.000 Menschen in Deutschland keine Wohnung. Viele leben in Großstädten.

In der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover zum Beispiel schlafen derzeit rund 1.150 Obdachlose in Unterkünften der Stadt. Wie viele auf der Straße leben ist unbekannt.

Gewalt gegen Frauen

Knapp 30 Prozent der Menschen ohne Wohnung sind der Bundesarbeitsgemeinschaft zufolge Frauen. Sie schlafen auf der Straße, in Notunterkünften, Frauenhäusern oder anderen Wohnheimen. Das Leben auf der Straße ist für sie oft gefährlich, viele erleben Gewalt.