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Alkohol im Zug bald tabu: Bahn weitet Verbot aus

Teilnehmer eine "Party-Gemeinschaft" feierten 2011 in München in einer überfüllten S-Bahn. Mehrere hundert Menschen hatten sich einen Tag vor Inkrafttreten des Alkoholverbots in den Münchner S-Bahnen zum Feiern und Trinken über eine Internetplattform verabredet.
Teilnehmer eine "Party-Gemeinschaft" feierten 2011 in München in einer überfüllten S-Bahn. Mehrere hundert Menschen hatten sich einen Tag vor Inkrafttreten des Alkoholverbots in den Münchner S-Bahnen zum Feiern und Trinken über eine Internetplattform verabredet.
Foto: Tobias Hase dpa/lby

Hannover. Mit Start des neuen Jahres ist das Trinken von Alkohol auf vielen Regionalstrecken der Deutschen Bahn in Niedersachsen und Bremen tabu. Das Verbot gilt in der S-Bahn Hannover, in den Regionalexpress-Zügen zwischen Hannover, Bremen und Norddeich, von Bremerhaven nach Hannover und Osnabrück sowie im Harz-Weser-Netz – und damit auch zum Beispiel von Braunschweig nach Schöppenstedt, Salzgitter oder Goslar.

Bald Bußgeld

Zunächst gibt es eine zweimonatige Einführungsphase, in der Fahrgäste auf das Verbot hingewiesen werden. Später kann ein Bußgeld in Höhe von 40 Euro verhängt werden. Die betroffenen Züge werden mit Piktogrammen gekennzeichnet, die auf das Alkoholverbot hinweisen, teilte die Bahn mit.

Sauber und sicher

Mit dem Verbot komme sie dem Wunsch aus zahlreichen Kundenbefragungen nach, wonach die Mehrheit der Fahrgäste ein generelles Alkoholverbot befürworten, so die Bahn. Bestehende Verbote zeigten einen positiven Einfluss auf die Sauberkeit in den Zügen sowie das subjektive Sicherheitsempfinden der Reisenden.

Fans trockengelegt

Bislang gilt das Alkoholverbot nur in bestimmten Zügen, zum Beispiel vor Fußballspielen. Außerdem ist Alkohol verboten in der Nordwestbahn, der Hamburger S-Bahn, den Straßen- und U-Bahnen in Hannover sowie den zwischen Niedersachsen, Bremen und Hamburg pendelnden Metronom-Zügen.

Deckel drauf

Verboten ist nach der neuen Regelung sowohl der Konsum alkoholischer Getränke als auch das Mitführen solcher Getränke, die zum Verzehr vor Ort bestimmt sind, beispielsweise geöffnete Flaschen. Unbeanstandet bleiben alkoholische Getränke, die verschlossen zum Beispiel vom Einkauf nach Hause transportiert werden.