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Abspeck-Sprechstunde: Bello und Findus immer dicker

Tierärztin Petra Kölle misst Mops Sir Henry in der Tierklinik der Ludwig-Maximilians-Universität in München während der Adipositas-Sprechstunde für Hunde- und Katzenbesitzer.
Tierärztin Petra Kölle misst Mops Sir Henry in der Tierklinik der Ludwig-Maximilians-Universität in München während der Adipositas-Sprechstunde für Hunde- und Katzenbesitzer.
Foto: Andreas Gebert/dpa

München. Chronisches Übergewicht betrifft nicht nur Menschen, sondern auch immer mehr Haustiere. Ob Hund, Katze oder Kaninchen - fast die Hälfte von ihnen hat Übergewicht, schätzt der Bundesverband Praktizierender Tierärzte. Die Tendenz sei steigend.

40 Prozent zu dick

Rund 40 Prozent der Hunde und Katzen in Industrieländern Mitteleuropas werden nach Angaben des Instituts für Tierernährung, Ernährungsschäden und Diätetik an der Universität Leipzig mittlerweile als übergewichtig eingeschätzt. Diese Entwicklung ist gefährlich, denn Übergewicht erhöht das Risiko für Diabetes, Herz-Kreislauf- und Gelenkerkrankungen.

Zwei Jahre

Katzen, die sich wegen ihres fülligen Körpers nicht mehr putzen können, bekommen häufig Blasenentzündungen. Bis zu zwei Jahre Lebenszeit kann Übergewicht ein Tier kosten.

Die Medizinische Kleintierklinik der Ludwig-Maximilians-Universität in München hat deshalb eine spezielle Sprechstunde für besorgte Tierbesitzer eingerichtet.