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Warnstreik bei Porsche: "Heulen gilt nicht"

Uwe Hück, der Betriebsratsvorsitzende von Porsche. (Archivbild)
Uwe Hück, der Betriebsratsvorsitzende von Porsche. (Archivbild)
Foto: Deniz Calagan/dpa

Stuttgart. Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie lässt die IG Metall die Muskeln spielen. Sie ruft am heutigen Donnerstag, 4. Januar, in Stuttgart die Beschäftigten der Volkswagen-Tochter Porsche zu einem Warnstreik auf.

"Lage intergalaktisch"

Porsche-Gesamtbetriebsratschef Uwe Hück sagte, die jetzige Haltung des Arbeitgeberverbandes provoziere die Belegschaft. "Heulen gilt nicht, denn die wirtschaftliche Lage ist intergalaktisch. Die Metall- und Elektroindustrie hat noch nie so viel Gewinn gemacht. Deshalb gibt es nur eine passende Antwort: Warnstreiks." Es wird mit mehr als 1.000 Teilnehmern bei der Kundgebung gerechnet.

Aktion in Salzgitter

In Deutschlands Schlüsselindustrie sind insgesamt 3,9 Millionen Menschen beschäftigt. Bereits am Dienstag hatte es erste Warnstreiks in Hannover und Salzgitter gegeben.

Die Zahlen

Die Arbeitgeber hatten bislang ein Lohnplus von zwei Prozent im April angeboten, zudem eine Einmalzahlung von 200 Euro für die Monate Januar bis März. Die IG Metall fordert bundesweit sechs Prozent mehr Geld und das Recht auf eine vorübergehende Absenkung der Wochenarbeitszeit auf 28 Stunden. Dabei sollen bestimmte Gruppen - etwa Schichtarbeiter, Eltern junger Kinder und Angehörige von Pflegebedürftigen - einen Teillohnausgleich erhalten.

Weitaus größere Aktionen mit Tausenden Teilnehmern sind für die kommende Woche geplant. Die Friedenspflicht in der Metall- und Elektrobranche ist mit dem 31. Dezember abgelaufen. Auch in den Betrieben in Salzgitter und Peine würden wieder Warnstreiks geplant, so Brigitte Runge von der IG Metall zu news38.de.