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Stadt- und Dorfkind: Turmfalke passt sich an

Symbolbild.
Symbolbild.
Foto: Bernd Weißbrod

Hannover. Turmfalken profitieren von Bauten in Städten und Dörfern. "Kirchtürme, hohe Häuser und Scheunen haben ihm einen zusätzlichen Lebensraum eröffnet", erklärte Lars Lachmann, Vogelexperte beim Naturschutzbund Nabu in Berlin. In Deutschland gebe es zwischen 44.000 und 74.000 Brutpaare der ursprünglichen Felsbewohner. "Der Bestand ist bei leichten Schwankungen in den letzten Jahren stabil", sagte Lachmann.

Die Turmfalken sind die häufigste Greifvogelart in Deutschland nach dem Mäusebussard. Allein in Niedersachsen gibt es laut Nabu nach Zahlen des Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) etwa 8.000 Brutreviere. Zum Jagen brauchen die Vögel offene Flächen mit niedriger Vegetation.

Leibspeise: Maus

Oft sieht man sie auch an Straßenböschungen oder steilen Hängen. Die Nahrung besteht ganz überwiegend aus Mäusen. Immer wieder stehen die Vögel auf der Suche nach ihrer Leibspeise im sogenannten Rüttelflug mit schnellem Flügelschlag über Feldern und Wiesen in der Luft. Manchmal wird Falco tinnunculus deshalb auch Rüttelfalke genannt.