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Name gesucht: Land will Schwerbehindertenausweis umtaufen

"Schwerinordnungausweis" steht auf dem Schwerbehinderten-Ausweis der Pinneberger Schülerin Hannah.
"Schwerinordnungausweis" steht auf dem Schwerbehinderten-Ausweis der Pinneberger Schülerin Hannah.
Foto: Kai Bruhn / dpa

Hannover. Nach der Kritik einer Jugendlichen aus Schleswig-Holstein am Begriff "Schwerbehindertenausweis" sucht Niedersachsen einen neuen Namen für die Hülle des Dokuments. Die 14-jährige Hannah hatte sich selbst einen "Schwer-in-Ordnung-Ausweis" gebastelt, weil das Mädchen mit Down-Syndrom die andere Bezeichnung als diskriminierend empfindet.

Hannahs Denkanstoß

Die niedersächsische Sozialministerin Carola Reimann (SPD) aus Braunschweig sagte am Mittwoch: "Hannah hat einen wichtigen und richtigen Denkanstoß gegeben, denn die Bezeichnung "Schwerbehindertenausweis" stellt die vermeintlichen Defizite in den Vordergrund. Das widerspricht dem Gedanken von Inklusion."

Name überdeckt

Weil Aussehen und Name des Ausweises selbst nur vom Bund geändert werden können, sammelt das Land bis zum 31. Januar Vorschläge für eine Hülle, die die Bezeichnung "Schwerbehindertenausweis" überdeckt.

Eure Vorschläge?

Vorschläge machen können alle in Niedersachsen lebenden Menschen mit Behinderungen, auch anonym. Eine Jury entscheidet dann über die Gestaltung der neuen Hülle. Das Ergebnis wird voraussichtlich im Februar bekanntgegeben.

Vorschläge können bis zum 31. Januar 2018 eingereicht werden: