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Sturm und so: Wie grün grünt es bei der Bahn?

Bahnmitarbeiter räumen umgestürzte Bäume von den Gleisen. (Archivbild)
Bahnmitarbeiter räumen umgestürzte Bäume von den Gleisen. (Archivbild)
Foto: Bernd Settnik/dpa

Uelzen. Nachdem bei Stürmen im Norden der Bahnverkehr immer wieder durch umgestürzte Bäume blockiert worden ist, beraten Bahnunternehmen und Verkehrsverbünde am heutigen Dienstag, 16. Januar, über Gegenmaßnahmen. Unter anderem soll es um ein besseres Zurückschneiden von Bäumen entlang der Strecken gehen.

Am ersten "Runden Tisch Grünschnitt" auf Initiative der Metronom-Bahn beteiligen sich auch die Deutsche Bahn, die Nordwestbahn sowie das Umweltministerium, der Naturschutzbund und der Fahrgastverband Pro Bahn.

Xavier und die Schultern

Metronom hatte nach Sturmtief "Xavier" im Oktober umfangreiche Maßnahmen zur Sicherung des Bahnverkehrs verlangt. Auch im Landtag hatten Politiker moniert, tagelange Ausfälle im Bahnverkehr könnten nicht schulterzuckend hingenommen werden.

Mehr Infos

Vor dem Treffen in Uelzen forderte der Pro Bahn-Landesvorsitzende Björn Gryschka auch eine bessere Information der Fahrgäste im Fall von Störungen durch Unwetter. Zwar seien die Daten zum Standort der jeweiligen Züge digital vorhanden, diese müssten aber immer noch manuell über anfällige Schnittstellen weitergeleitet werden.

Es reimt sich!

Es könne nicht sein, dass die Reisenden sich ihre Fahrmöglichkeiten aus einer Kombination von Bahnsteiganzeigen, Websites und Apps selber zusammenreimen müssten. "Eine gemeinsame Datendrehscheibe muss höchste Priorität im DB-Konzern erhalten", fordert Gryschka.

Bahn beschneidet

Die Deutsche Bahn hatte bereits Verbesserungen beim Zurückschneiden von Sträuchern und Bäumen angekündigt. Konkrete Möglichkeiten und Konzepte dazu werden innerhalb des Konzerns erarbeitet und diskutiert.