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Countdown für Gartenschau: 3 Monate bis zum Wald-Bad

Gärtner im Einsatz auf der Gartenschau-Baustelle.
Gärtner im Einsatz auf der Gartenschau-Baustelle.
Foto: Friso Gentsch/dpa

Bad Iburg. Die lange Zeit umstrittene Landesgartenschau in Bad Iburg nimmt drei Monate vor dem Start Gestalt an. Die Bauarbeiten im Waldkurpark laufen auf Hochtouren, sagte Sprecherin Imma Schmidt. "Die Struktur kann man schon sehen."

Die 10.000-Einwohner-Stadt am Teutoburger Wald will bei der Gartenveranstaltung die Verbindung von Stadt und Natur sinnlich erlebbar machen. So lasse sich vom gut 600 Meter langen Baumwipfelpfad von jedem Punkt aus das Schloss auf dem Schlossberg sehen.

Der Kurort nutzt die Gartenschau, um sich städtebaulich und vom Kurkonzept her zu modernisieren. "Erholung im Wald" ist das Motto des Bades.

"Deutsches Ayurveda"

Schmidt spricht von einem "Kneipp-Relaunch": Hinter der Wasserkur-Philosophie des 19. Jahrhunderts verberge sich ein hochmoderner Ansatz für eine stabile Gesundheit und allgemeines Wohlbefinden. Kneipp sei eine Art deutsches Ayurveda, sagt Schmidt.

Fotos von der Baustelle

So stelle die Landesgartenschau zum Beispiel die Kräuter und die heilenden Wirkungen von Pflanzen heraus. Auch Angebote zum Waldbaden soll es geben - Eintauchen in die Waldatmosphäre und dabei Stress abbauen - heute auch bekannt unter dem Namen "Shinrin Yoku".

Zauber-Wochenende

Auf dem Veranstaltungsprogramm stehen unter anderem ein Zauber-Wochenende Ende Juni, das Niedersächsische Chorfest im August und ein Konzert der Bigband der Bundeswehr im September. Dabei sollen sich auch die Nachbarn aus Nordrhein-Westfalen angesprochen und eingeladen fühlen, denn die Landesgrenze führt direkt am Gartenschaugelände vorbei. Die Planer hoffen zudem auf viele Gäste aus den Niederlanden.

Bahnhof wieder in Betrieb

Eigens für die Landesgartenschau wird auch der seit langem brachliegende alte Bahnhof von Bad Iburg wiederbelebt. Zum Start der Veranstaltung soll die alte Trasse der Teutoburger-Wald-Eisenbahn wieder vom münsterländischen Lengerich aus befahrbar sein. Eisenbahnvereine aus der Region wollen die Kurstadt zur Gartenschau von Osnabrück und Lengerich aus anfahren.

500.000 Gäste erwartet

3,5 Millionen Euro fließen in Städtebaumaßnahmen, die auch Teil der Landesgartenschau sind - darunter sind 1,1 Millionen EU-Mittel. Der Haushalt von 7,3 Millionen Euro soll durch Eintrittskarten, Lizenzen und Sponsoring finanziert werden. Das Ziel sind mindestens 500.000 Besucher.