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Aufarbeitung des Radikalenerlasses wird vorgestellt

Die frühere SPD-Landtagsabgeordnete Jutta Rübke stellt die Ergebnisse vor (Archivbild).
Die frühere SPD-Landtagsabgeordnete Jutta Rübke stellt die Ergebnisse vor (Archivbild).
Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Hannover. Eine Dokumentation über die Auswirkungen des sogenannten Radikalenerlasses in Niedersachsen stellt am Montag, 28. Januar, die frühere SPD-Landtagsabgeordnete Jutta Rübke vor. Sie kümmerte sich als Landesbeauftragte um eine Aufarbeitung der Schicksale der betroffenen Menschen.

Der 1972 von Bund und Ländern beschlossene Radikalenerlass zog für viele politisch aktive Menschen ein Berufsverbot nach sich. In den 18 Jahren seiner Gültigkeit wurden allein in Niedersachsen 271 Bedienstete des öffentlichen Dienstes entlassen und 141 Bewerber abgelehnt. Bundesweit liefen Tausende Berufsverbotsverfahren. 1990 hob die Landesregierung den Erlass auf, auf Bundesebene war das schon 1976 der Fall. Rübke hatte ihre Ergebnisse bereits im vergangenen Dezember in Hannover vorgestellt.