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Pflanzengift in Kräutertee: "Kann Krebs verursachen"

Die eigentlich guten Helfer bei Erkältungen sollen Pflanzengifte enthalten, die für Menschen schädlich sein können (Symbolbild).
Die eigentlich guten Helfer bei Erkältungen sollen Pflanzengifte enthalten, die für Menschen schädlich sein können (Symbolbild).
Foto: Ole Spata/dpa

Niedersachsen. Kräuter- und Kamillentees haben einen guten Ruf: Sie lindern Erkältungsbeschwerden und gelten allgemein als sehr gesunde alternative zu gesüßten Getränken. Recherchen des NDR Verbrauchermagazins "Markt" haben jetzt ergeben, dass die Tees namhafter Hersteller teilweise mit Pflanzengiften verunreinigt sind.

Nützlich für Pflanzen

In Insgesamt sechs von zehn Kräuter-und Kamillentees aus Supermärkten und Discountern wiesen die Forscher in einer Laboranalyse sogenannte Pyrrolizidinalkaloide nach. Die Alkaloide dienen Blütenpflanzen eigentlich zur Abwehr von Bissen von Insekten - bei Menschen können sie zu Leberschädigungen und Lungenkrebs führen.

Das sagt ein Toxikologe

"Es besteht die Möglichkeit, dass geringste Mengen ausreichen, um Krebs zu verursachen", so Edmund Maser vom Institut für Toxikologie der Universität Kiel. Konfrontiert mit den Ergebnissen reagierten die betroffenen Unternehmen unterschiedlich. Einige verwiesen auf den fehlenden gesetzlichen Grenzwert, andere teilten mit, sie verfolgten bereits ein Minimierungskonzept bei ihren Tees.