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Celle: Feuer im Flüchtlingsheim - 7 Verletzte

So sah's in der Flüchtlingsunterkunft nach dem Löschen des Feuers aus.
So sah's in der Flüchtlingsunterkunft nach dem Löschen des Feuers aus.
Foto: Polizei Celle
  • Dringend Tatverdächtiger vor dem Haftrichter?
  • Etliche Bewohner nach Braunschweig verlegt.
  • Hoher Sachschaden am Gebäude.

Celle/Braunschweig. Sieben Verletzte hat in der Nacht zum Samstag der Brand in einer Flüchtlingsunterkunft in der Hohen Wende in Celle gefordert. Sechs Bewohner sowie ein Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes haben nach Angaben der Polizei leichte Rauchgasvergiftungen erlitten. Der Sachschaden an dem Gebäude betrage "mehrere zehntausend Euro".

Als dringend tatverdächtig gilt ein 44-Jähriger aus Montenegro; unmittelbar nach dem Brandausbruch sei er auf dem Gelände der Unterkunft angetroffen und festgenommen worden. Möglicherweise wird er noch am heutigen Samstag einem Haftrichter vorgeführt.

Evakuierung nach Kralenriede

Wie das Feuer gelegt worden ist, sei noch nicht bekannt. Es habe jedoch eine extreme Hitze- und Rauchentwicklung gegeben, berichte Polizeisprecher Guido Koch.

Dass die meisten der insgesamt 160 Menschen in der Unterkunft sich unbeschadet retten konnten, ist auch den Brandmeldern zu verdanken, die frühzeitig Alarm ausgelöst hatten. Andere Bewohner mussten vom Sicherheitsdienst sowie der zwischenzeitlich alarmierten Feuerwehr über die Drehleiter evakuiert werden.

25 Bewohner des nach dem Feuer unbewohnbaren Gebäudetrakts kamen noch in der Nacht in der Landesaufnahmebehörde im Braunschweiger Stadtteil Kralenriede beziehungsweise bei Verwandten unter.