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Nach DFL-Urteil: Niedersachsen sieht's anders

Polizisten begleiten Ultras von Hannover 96 zum Stadion.
Polizisten begleiten Ultras von Hannover 96 zum Stadion.
Foto: dpa

Hannover. Das Land Niedersachsen will seine Fußball-Clubs auch nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Bremen nicht an den Kosten von Polizei-Einsätzen bei Hochrisikospielen beteiligen.

"Die Position der Landesregierung - die auch durch den Koalitionsvertrag bekräftigt wurde - bleibt durch das heutige Urteil unberührt. Sicherheit im öffentlichen Raum ist Sache des Staates", teilte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius am Mittwochabend mit.

Eine Kostenbeteiligung der Deutschen Fußball Liga (DFL) strebe Niedersachsen deshalb auch zukünftig nicht an. "Niedersachsen vertritt die klare Position, dass die Herstellung öffentlicher Sicherheit und Ordnung nicht davon abhängig sein darf, wer dafür zahlt oder gar wer es sich leisten kann dafür zu zahlen", erklärte Pistorius.

Urteil kassiert

Das Gericht in Bremen hatte am Vormittag ein Urteil aus der Vorinstanz aufgehoben und entschieden, dass sich die DFL an Kosten für Polizeieinsätze bei Risikospielen beteiligen muss. Bremen darf also den Verband an Mehrkosten für Polizeieinsätze bei sogenannten Rot- oder Hochrisikospielen der Bundesliga zur Kasse bitten.