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IS-Mädchen Safia: Was sagen die Chef-Richter?

Der BGH prüft die IS-Attacke in Hannover. (Archivbild)
Der BGH prüft die IS-Attacke in Hannover. (Archivbild)
Foto: dpa

Karlsruhe/Hannover. Der Bundesgerichtshof (BGH) prüft den Fall der jugendlichen IS-Sympathisantin Safia S., die vor zwei Jahren in Hannover einen Polizisten mit einem Messer schwer verletzt hat. Die höchsten deutschen Strafrichter verhandeln am Donnerstag in Karlsruhe über die Revision des Mädchens und eines Mitwissers.

Polizist niedergestochen

Die Gymnasiastin hatte im Februar 2016 bei einer Kontrolle im Hauptbahnhof in Hannover den Polizisten niedergestochen. Der Beamte überlebte das Attentat, wurde aber schwer verletzt. Wann der BGH sein Urteil fällt, ist noch nicht klar.

Zwei Urteile

Das Oberlandesgericht Celle verurteilte Anfang letzten Jahres die damals 16-Jährige für die erste Terrorattacke im Auftrag des IS in Deutschland zu einer sechsjährigen Jugendstrafe - wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung. Ein 20-jähriger Deutsch-Syrer wurde zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt, weil er die geplante Tat nicht angezeigt hatte.