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IslamistenzahI steigt - Straftatenzahl sinkt

Ein Islamist verteilt in der Innenstadt kostenlose Koran-Exemplare an Passanten (Archivbild).
Ein Islamist verteilt in der Innenstadt kostenlose Koran-Exemplare an Passanten (Archivbild).
Foto: Julian Stratenschulte

Hannover. Die Zahl der Islamisten in Niedersachsen steigt weiter an. Sie liegt derzeit bei etwa 850 - bei weiter steigender Tendenz, wie der Verfassungsschutz in Hannover mitteilte.

Vor gut einem Jahr hatte die Zahl noch bei 680 gelegen. Seit längerem unverändert hoch ist die Zahl der islamistischen Gefährder, die bei nahezu 70 stagniert. Dabei handelt es sich um Extremisten, denen die Sicherheitsbehörden jederzeit einen Terroranschlag zutrauen.

Kaum Ausreise

Praktisch zum Erliegen gekommen ist die Ausreise radikalisierter Islamisten von Niedersachsen Richtung Syrien und Irak, wo der IS mit massiven Gebietsverlusten zu kämpfen hat. Insgesamt geht der Verfassungsschutz derzeit von 83 Ausgereisten aus, das sind nur sechs mehr als vor gut einem Jahr.

34 der Ausgereisten - es handelt sich um 30 Männer und 4 Frauen - sind inzwischen zurückgekehrt, ebenso wie 9 Kinder. Um die Integration, aber auch Überwachung der oft kriegserfahrenen Kämpfer, die hier zu einer tickenden Zeitbombe werden können, wollen die Behörden sich verstärkt kümmern.

Weniger Straftaten

Rückläufig ist die Anzahl der Straftaten mit islamistischem Hintergrund in Niedersachsen, wie aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage des AfD-Abgeordneten Jens Ahrends hervorgeht. Gab es 2015 noch 102 solcher Straftaten, waren es im Jahr darauf 88 und im vergangenen Jahr 60.