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Nach tödlichem Zugunglück: Bahnmitarbeiter angeklagt 

Rettungskräfte führen Bahnreisende am 15. Mai 2017 nach einem Zusammenstoß eines LKW's mit einem Regionalzug in Eilvese (Niedersachsen) über Nottreppen aus dem Zug (Archivbild).
Rettungskräfte führen Bahnreisende am 15. Mai 2017 nach einem Zusammenstoß eines LKW's mit einem Regionalzug in Eilvese (Niedersachsen) über Nottreppen aus dem Zug (Archivbild).
Foto: dpa

Neustadt. Nach dem Zusammenstoß eines Regionalzugs mit einem Lastwagen an einer nicht geschlossenen Bahnschranke bei Hannover hat die Staatsanwaltschaft einen 36 Jahre alten Arbeiter wegen fahrlässiger Tötung angeklagt.

Der Sicherungsposten habe einen noch nicht durchgefahrenen Zug fälschlicherweise als bereits durchgefahren vermerkt, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Deswegen öffnete der Arbeiter eine Behelfsschranke, nachdem ein Zug aus Richtung Bremen nach Hannover durchgefahren war, obwohl sich auch noch ein Zug aus entgegengesetzter Richtung näherte.

Mit Tempo 160

Der Lkw wurde deswegen beim Überqueren der Gleise von einem Regionalexpress mit Tempo 160 erfasst und hunderte Meter mitgeschleift. Bei dem Unfall im Mai vergangenen Jahres kam der 59 Jahre alte Lkw-Fahrer ums Leben. Zwölf der rund 350 Reisenden wurden leicht verletzt. Wie Radio Hannover berichtete, muss nun das Amtsgericht Neustadt über einen Prozessbeginn entscheiden.