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Bomben vor Borkum: Sprengung für mehr Energie

Der Offshore-Windenergiepark Riffgat, rund 10 Kilometer vor der ostfriesischen Insel Borkum.
Der Offshore-Windenergiepark Riffgat, rund 10 Kilometer vor der ostfriesischen Insel Borkum.
Foto: Ingo Wagner/dpa

Borkum. Auf dem Grund der Nordsee vor der Insel Borkum haben Sprengstoffexperten insgesamt neun Minen und zwei Bomben per Sprengladung zur Detonation gebracht. Hintergrund sind geplante Arbeiten für einen Windpark. Die letzte Mine sei Anfang der Woche gesprengt worden, wie das zuständige Kampfmittelräumunternehmen SeaTerra mitteilte. Taucher brachten an den Weltkriegs-Minen Spezialsprengsätze an.

Bei der Sprengung musste darauf geachtet werden, dass Meereslebewesen nicht gefährdet werden. Aus diesem Grund richteten die Kampfmittelräumer zur Dämpfung des Schalls einen Vorhang aus Blasen ein und sandten auditive Warnsignale. Vor allem Schweinswale sollten damit geschützt werden, sagte ein Sprecher.

Der Windpark wird auf einem Gebiet von über 30 Quadratkilometern rund 45 Kilometer vor Borkum mit 32 Windmühlen entstehen. Zum Orten der Kampfmittel waren Unterwasserroboter eingesetzt worden.