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War es Mord? Urteil in Haldensleben erwartet

Das SEK hat den Verdächtigen schließlich in Kassel geschnappt (Archivbild).
Das SEK hat den Verdächtigen schließlich in Kassel geschnappt (Archivbild).
Foto: dpa

Magdeburg/Haldensleben. Am Landgericht Magdeburg wird am Montag (9.30 Uhr) das Urteil im Prozess um den gewaltsamen Tod einer Frau aus Haldensleben erwartet. Angeklagt ist der 36 Jahre alte Ex-Freund des Opfers. Er soll die 37-Jährige im vergangenen September mit einer Sektflasche erschlagen haben, während sie schlief.

Geständnis abgelegt

Die Frau hatte zuvor die Beziehung beendet. Anschließend flüchtete der mutmaßliche Täter, ein Spezialeinsatzkommando nahm ihn in Kassel fest. Der Angeklagte hatte zu Beginn des Prozesses gestanden, die Frau erschlagen zu haben. Seinen Angaben zufolge habe er sie während eines Streits mit einer Sektflasche erschlagen.

Mord oder Totschlag?

Das würde juristisch als Totschlag gewertet werden, der mit einer Freiheitsstrafe von fünf bis zu 15 Jahren bestraft wird. Die Staatsanwaltschaft wertet das Verbrechen hingegen als Mord. Sie geht aufgrund der Verletzungen davon aus, dass das Opfer geschlafen hat und völlig arg- und wehrlos war. Die Anklagebehörde sieht die Mordmerkmale Heimtücke und niedere Beweggründe erfüllt. Anders als Totschlag wird Mord mit lebenslanger Haft geahndet.